Kryptologie

Leitung: Jens-Uwe Sedler

 

Im Projekt „Kryptologie“ beschäftigten wir uns zunächst mit verschiedenen historischen Chiffren. Nach der Vorstellung zweier einfacher Verschlüsselungsverfahren, der Caesar-Chiffre und der Vigenere-Chiffre, durch den Projektleiter haben die Studierenden sich eigenständig verschiedene historische Codes anhand bereitgestellter Lektüre erarbeitet und dazu Kurzvorträge gehalten. Besonderen Spaß bereitete dann die Entzifferung eines Geheimtextes, der mit allen vorgestellten Verfahren verschlüsselt wurde. Verwendet wurden: Playfair, ADFGVX, Fleißner-Schablonen, Doppelkasten und das Merkle-Hellman-Kryptosystem.

Hiermit wurde gewissermaßen die Arbeit eines Geheimdienstes simuliert, der verschlüsselte Botschaften seiner Agenten erhält.

Schließlich ging es noch um das Codeknacken. Die einfachen Verfahren wie das Vigenereverfahren lassen sich computergestützt oder sogar per Hand durch entsprechende Analysetechniken leicht brechen.  Eindrucksvoll fand der Projektleiter in diesem Zusammenhang das erfolgreiche Knacken einer Geheimnachricht per Hand durch die Projektteilnehmer.

Das heute verbreitete RSA-Verfahren, das z.B. bei Bankautomaten Verwendung findet, beruht auf mathematischen Überlegungen und lässt sich bis heute nicht in annehmbarer Zeit entschlüsseln. Der Algorithmus des Verfahrens wurde im Projekt kurz vorgestellt und anhand kleiner Beispiele geübt.